Die gezeigten Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken entfalten ein vielschichtiges Geflecht aus persönlicher und kollektiver Erinnerung, in dem private Biografie und urbane Topografie Leipzigs miteinander verwoben sind.
Einen zentralen Fokus bildet dabei eine Werkserie, die dem Urgroßvater der Künstlerin gewidmet ist, einem Deserteur während der NS-Zeit. Hier thematisiert Kautenburger Fragen von Erinnerung, Schuld, Widerstand und dem Fortwirken historischer Leerstellen bis in die Gegenwart. Die Ausstellung vereint unterschiedliche mediale Zugänge: Zarte Zeichnungen und Aquarelle stehen im bewussten Kontrast zum Arbeitskomplex »Fahnenflucht«.