„the in-between of two…“ eröffnet einen Zwischenraum als Ausgangspunkt für die Begegnung von den zwei künstlerischen Positionen von Susanne Piotter und Sibylla Weisweiler. Das ‚Dazwischen‘ entsteht in der Welt der Wahrnehmung, dem technischen Bild und der körperlichen Erfahrung, dem Material und der Bedeutung, zwischen Erinnerung und Gegenwart. Das Vorgefundene wird künstlerisch untersucht und in der Übersetzung in eine neue Form überführt.
Der künstlerische Prozess der Malereien von Sibylla Weisweiler ist eng mit der Untersuchung der Wahrnehmung, geprägt von digitalen Bildern, verknüpft und erstellt in der pixelartigen Struktur Farbflächen, die in ihrer Unschärfe die vermeintliche Eindeutigkeit von fotografischen Abbildungen auflösen. Der technische Ursprung bleibt als Spur präsent und wird malerisch neu übersetzt. Wahrnehmung erscheint dabei als Beziehung von Körper, Umgebung und Welt.
Susanne Piotter setzt in ihren skulpturalen und dreidimensionalen Werken beim Material und bei architektonischen sowie urbanen Strukturen an. Beton ist dabei nicht nur Werkstoff, sondern zugleich Träger kultureller Vorstellungen und Erinnerungen. Das Material steht für die Idee einer gestaltbaren Zukunft, trägt aber ebenso die Geschichte gescheiterter Utopien in sich. Doch Dinge lassen sich nicht vollständig auf ihre Funktion, ihre ‚objektive‘ Wahrnehmung oder ihre zugeschriebene Bedeutung reduzieren. Sie besitzen eine Dimension, die sich unserem Zugriff entzieht und entwickeln eine Eigenständigkeit in der Beziehung zueinander und zur Welt.
Kuratiert von Jenny Starick