but the wind that blows through me

but the wind that blows through me - Clara S. Rueprich

Ein ruhendes Gesicht, ein leiser Wind, ein Blick in die Ferne, sich brechende Wellen, Bewegungen im Schwebezustand: 

Die Medienkünstlerin Clara S. Rueprich entwickelt in ihren Videoarbeiten und Fotografien visuelle Räume, in denen äußere Landschaften und innere Zustände ineinander übergehen. Ihre Arbeiten kreisen um Wahrnehmung, um Übergänge und um Momente der Stille, in denen sich Veränderung bereits andeutet, bevor sie sichtbar wird. Zwischen Ruhe und Unruhe, Beobachten und Handeln, Innenwelt und Umwelt entstehen poetische Verdichtungen einer Gegenwart, die von Unsicherheit, Suche und zugleich von Möglichkeiten geprägt ist.

Die Werke lassen sich als metaphorische Annäherung an eine gesellschaftliche und politische Situation lesen, in der Machtverhältnisse sowie erstarrte Orientierungslosigkeit, aber auch Hoffnung und Zukunftsentwürfe nebeneinander existieren. Künstlerisch befragt wird das Wahrnehmen von Zuständen, das Erkennen von Unstimmigkeiten sowie der Entwurf von Zukunft – nicht als ferne Vorstellung, sondern als etwas, das in der Gegenwart beginnt.

Jenny Starick

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